Ein Neufahrzeug bedeutet nicht immer, dass man einfach los fahren kann!

Ein schwieriger Start in die neue Beziehung | Oder warum ich 4 Tage später noch immer nicht zum Fahren gekommen bin..!


Darf ich vorstellen; meine Neue - Seit Freitag - Beziehungsstatus: - Es ist kompliziert!

Die Neue KTM 790 Adventure R

Seit Freitag, dem 07. Juni 2019 ist sie in meinem Stall, die lang erwartete, brandneue und heiss begehrte KTM 790 Adventure R. Wer in dieser Saison eine bekommt, kann sich glücklich schätzen - Hat KTM doch die Nachfrage nach so einem Motorrad gründlichst unterschätzt.


Ich fühle mich auf jeden Fall, als hätte ich im Lotto gewonnen - Na ja, also fast! So ein Lottogewinn würde sicher viel anderes auch noch ermöglichen...


Die Freude über das neue Bike ist auf jeden Fall immense und hält, sofern das alles so zum fahren ist, wie sich die ersten Meter angefühlt haben, garantiert auch noch Jahre an!


Doch ich will am Anfang beginnen. Oder Nein. Den habe ich ja mit dem Beitrag über meine Motorrad-Modell-Laufbahn bereits gemacht. Ungern langweile ich Dich, liebe Leserin, oder Leser nochmal mit der gleichen Geschichte. Also führen wir die Geschichte am Abholtag, des eben besagten 07. Juni fort..


Wie oft in meinem Leben, haben die Tage wieder zu wenig Stunden, viel zu viel zu tun und obendrein bin ich noch halbwegs ausser Gefecht, wegen eines Bandscheibenvorfalles und somit nicht mal annähernd Betriebsbereit. Aber das Leben wartet auf niemanden und schon gar nicht auf mich.


So kam es, dass ich am Freitag Morgen erst unseren Kofferanhänger, welchen wir als Abfallzwischenlager nutzen, wenn nicht gerade Motorräder darin transportiert werden, zur Entsorgung bringen durfte. Also besser gesagt, dessen Inhalt. Randvoll mit leeren Kartonschachteln, alte Motorradteile und Reifen, Plastikverpackung und lauter so Zeugs bis unters Dach. Da kamen doch einige Kilo auf die Waage. Nur gut war alles schon leicht und die Avag Mitarbeiter hier bei uns mehr als hilfsbereit, wenn man eine Hand braucht. Gesagt getan. Kostbare Minuten später bin ich auch schon auf dem Weg zur Autobahn, um nach Lyss zu meinem KTM Händler des Vertrauens zu fahren.


Mit Anhänger über die schnellste Strecke dauert es gerade exakt eine Stunde, bei normalem verkehr, bis ich bei Moto Spezial vo der Türe stehe. Kaum den geparkt, erblicke ich auch schon die 790er. Ist es meine? Muss ja!



Sie wartet bereits auf mich

Jetzt erst mal einen Kaffee, oder zwei. Etwas plaudern. Die Freude steigt ins unermessliche, Papiere fertig machen, dazu bestelltes Zubehör schon mal einladen. Noch einen Kaffee. Habe ich erwähnt, dass ich die ganze Nacht kaum geschlafen hatte, vor lauter Aufregung? Das erste rumgedrücke auf dem Kombischalter, das neue TFT Display unter die Lupe nehmen, Handy gleich versuchen zu koppeln - Bin sogar ich im Stande. War erstaunlich einfach, ohne Anleitung. Trotzdem frage ich Däru nochmal meine eingaben zu kontrollieren. Alles gut.


Mittlerweile ist der Chef auch soweit. Alle Papiere fertig. Betrag ist überwiesen, ich erhalte das Formular 13.20A für das Straßenverkehrsamt in Allmendingen bei Thun. Dort liegt nämlich mein Kontrollschild im Depot, seit dem Verkauf der 1190. Ja Mist! Schon so spät?!? Die machen doch über Mittag zu? Oder nicht? Von hier ca 45 Minuten - doch müsste hin kommen, dass ich noch vor 12 Uhr bei denen am Schalter steh. Schnell die neue behutsam in den Anhänger geschoben und festgebunden, finde ich mich bald auf der Autobahn wieder.


Verkehr war erstaunlich wenig. So kam es, dass ich bereits um 11.30 mit den Formularen und dem Ticket in der Hand am Schalter Nummer 4 stand. Nicht einmal 10 Minuten später hatte ich den neuen Fahrzeugausweis und mein Schild bereits in der Hand. Die arbeiten hier in echt speditiv für einen Staatsbetrieb. Mir soll's recht sein.


Nach dem Mittag war ich dann auch bereits zurück in Ringgenberg. Erst muss aber die Leihbmw aus dem Laden geschoben werden. Da soll ja meine Neue hin. Also runter in den Keller damit. Da so tolles Wetter ist, entschließe ich mich kurzerhand, draußen die bestellten Anbauteile zu montieren. Also richte ich erst meinen Arbeitsplatz ein, bereite alle Teile vor und aus und suche das entsprechende Werkzeug zusammen. Das Programm ist straff, aber nicht unmöglich; Handschützer anbauen, Navi anbauen und verdrahten, Topcase montieren, Rackloops setzten für die OS-Base, dann Kofferträger und OS-Plattformen montieren, Crapflap, Gabelsimmenringschützer montieren und noch die eine oder andere Kleinigkeit.


Ich will mit den Handguards von Highwaydirtbikes anfangen. Erfahrungsgemäß braucht das etwas Zeit und Paul in den USA möchte gerne so schnell wie möglich Bilder davon sehen, da er noch keine 790er in der Hand hatte. Moto Spezial war instruiert worden, die original Handschützer gar nicht erst zu montieren. Dies ersparte mir natürlich ein paar wenige Minuten, welche ich später noch gut gebrauchen konnte. Erst mal Gewinde in die Lenkerenden schneiden, denn die HDB werden mit fetten 16mm Inbusschrauben an den Lenkerenden fixiert. Dank dem mitgelieferten Gewindeschneider keine grosse Sache. Doch ein so fettes Gewinde in ein mehr besseres Aluminium-Rohr schneiden, erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Die Schrauben gehen rein. Passt!


Als nächstes die Lenkergrundplatte, wo später das Navi drauf soll. Ne - Nicht später, jetzt! Denn sonst schraube ich alles wieder auseinander, um die Navihalterung anzuschrauben. Umgehend anderes Werkzeug zusammen suchen und Navihalter vormontieren. Gefummel pur. Keine passenden Schrauben, andere suchen. Wo? Natürlich in der gut sortierten Allerleikiste. Oh Mann! Gefühlte Stunden später dann 4 gleiche, passende Schrauben hervor gewühlt, konnte die Navihalterung fertig vormontiert werden. Gut, zurück zur Lenkergrundplatte.


Diese passte wie erwartet perfekt auf die Lenkeraufnahme, jedoch waren die mitgelieferten Schrauben um 12mm zu kurz, da diese ohne Navihalter gerechnet wurden. So lange Schrauben in M8 habe ich nicht. Also los zum örtlichen Eisenwarenhandel - Schrauben kaufen! Eine halbe Stunde später stehe ich wieder da, die Schrauben reichen und die Halterung sitzt. Jetzt Lenker positionieren. Hin, her, vor und zurück, nein, war vorher doch besser, zu weit, bisschen nach da noch, gut. Einmitten - Mist, verrutscht! Nochmal. Irgendwann hat es dann geklappt und der Lenker sitzt jetzt so, wie ich mir das vorstelle. Grundplatte festziehen - Zug und Drucktest - Passt!


Jetzt die Handschützer noch an die Lenkergrundplatte schrauben und fertig! Moment mal? wo ist das Schraubenloch? Natürlich genau da, wo das Langloch vor 5mm aufgehört hat. Gut , Paul hat mich gewarnt, dass dies passieren könnte, da er noch keine Gelegenheit hatte, Masse an einer 790er aufzunehmen. Also, anzeichnen, Handschützer weg, Loch ausfeilen. Eigentlich wollte ich jetzt doch schon an der Naviverdrahtung sitzen...


Gute 45 Minuten später war dann auch dies geschafft, alle Schrauben passten nun da rein wo sie sollten, Lenker war ausgerichtet und die Bedienelemente auch. Alles festziehen - fertig!

Die Handschützer von HDB gehören für mich mitunder zu den besten auf dem Markt! Da geht der Lenker vorher in die Brüche! Wahlweise mit einem, zwei oder auch ohne Klappspiegel erhältlich. Die Pastikschützer können in einem halben Dutzend verschiedenen Farben bezogen werden. Ersatzteile, wenn mal doch was kaputt gehen sollte, gibt es auch. Mit ausgeklappten Spiegel für den Strassen Fahrbertieb, messen die Spiegel aussen aussen 1,06 Meter Maximale Breite.


Seit 2004 nutze ich jetzt HDB und habe noch nie einen kaputt bekommen! Weitere Informationen zu den Handschützern bekommst Du unter www.higwaydirtbikes.com


Der Wind frischt auf, dauend weht es mir irgend etwas von meiner provisorischen Werkbank. Zusammenpacken und nach drinnen bringt Abhilfe. Wieder eine halbe Stunde futsch. Endlich kann ich mit der Stromversorgung vom neuen Garmin GPS Map 276 CX anfangen. Ich konsultiere die Bedienungsanleitung und suche, wo die freien Anschlüsse sind. Fantastisch, im Heck hat es freie Zünd- und Dauerstrom Plätze. Und hinter der Lampenmaske auch! Ich entscheide mich für das kleinere Übel und will den Anschluss hinter dem Scheinwerfer verwenden. Denn das Kabel ist zwar lange genug, aber um es nach hinten zu bekommen schraube ich das ganze Moped auseinander, inklusive Tank weg. Also wiederum ein suchender Blick in die Betriebsanleitung - nichts! Kein Beschrieb, wie der Scheinwerfer auszubauen ist! Egal, ich versuche es, ist noch immer das kleinere Übel als das ganze Bike auseinander zu bauen.


Die Schraube weg, und die, und die, und die da auch noch, ne die nicht, oder doch, wie bekomme ich das Kühlelement runder? Aha ist nur eingeklickt, aber da hat es noch Schrauben und um da ran zu kommen muss der Kotflügel und die seitlichen Abdeckungen weg, also gut, auf gehts! Warum kommt das Mistding nicht raus? Ah, noch ne Schraube, Blinker hätten nicht weg gemusst, na ja, jetzt auch egal, endlich draussen! Die richtigen Anschlüsse sind schnell gefunden, Kabel durch fummeln, wo ist die lange Spitzzange, dass ich ran komme zum durch ziehen? Die kann die sich in Luft auflösen?


Meine 790 R wird mit einem Garmin GPS MAP 276 CX ausgerüstet.

Es kamen auch immer wieder unangemeldete wie angemeldete Kunden dazwischen, was super schön ist und mich enorm freut, doch es gibt Momente, wenn ein Mann eine Mission hat, wo er doch lieber zuschaffen möchte. Irgendwann konnte ich dann die Stecker auf das Kabel pressen und zusammen stecken. Schnell getestet - Navi läuft über die Zündung! Zusammen bauen, ging dann besser. Mittlerweile war es 19 Uhr geworden.


Als nächstes kurz das neue Topcase, dann die Kofferträger. Geht ja ganz schnell, die Haken vorne eingehängt und runter gedrückt! Was zum..? Wieso geht das nicht rein? Gibt es doch nicht!


Past nicht rein

Sorry Leute, aber das kann ich mir jetzt nicht verkneifen! Teuradreck ist ja einer der Zulieferer der KTM Powerparts Teile, aus dessen Katalog ich die neue Alutopbox für Madame bestellt habe, da sie gerne etwas im Rücken hat auf Ausfahrt. Zur Topbox gehört ein Adapterrahmen, welcher auf die Gepäckgrundplatte geschraubt wird. Zu der Box gibt es einen Rahmen, nicht 17 verschiedene Ausführungsvarianten. Doch die Schwarzwälder haben es fertig gebracht, die vordere Halterung um das komplette Lochbild zu weit nach aussen zu montieren. Das bedeutet, ich kann die vorderen Haken abbauen, neue Löcher in ein ohnehin schon überteuertes Stück Schwarzwälder Scheisse bohren, damit ich die Box auf den dafür vorgesehenen Rahmen bringe, einrasten und sichern kann, um dann bereits eine zerlöcherte nigelnagelneue Alutopbox zu haben, bevor das Teil überhaupt jemals im Einsatz war? Oder ich bringe das Ding zurück und warte ewig und drei Tage bis der Ersatz da ist, aber wir fahren doch schon bald auf Tour? Heute nicht mehr! Mir ist die Lust vergangen! Wir schauen morgen weiter...!

Sonntag Morgen, 8 Uhr. Ich schliesse die Tür zum Laden auf. Ein wunderschöner, sonniger Morgen. Ich schraube draussen weiter denke ich mir und schiebe die 790er aus dem Laden in die Morgensonne. Und schon steht der erste da! Ein Österreicher mit einer VStrom. Kein Licht mehr vorne, aber gar keines! nicht mal Fernlicht. Also los, Birne ausbauen. Sieht gut aus. Messgerät holen. Klingelt durch. Die andere Birne auch. "Mach mal Moped an". Kein Strom auf der Zuleitung. Ok, Sicherungen? Alles in Ordnung. Klingeln auch durch. Leider kenne ich Suzuki nicht und bin auch nicht Motorradmechaniker. daher konnte ich dem Herrn leider nicht helfen. Ausserdem ist Sonntag morgen und ich habe gar nicht offen ohne Termin und eigentlich wäre ich gar nicht da und im übrigen habe ich anderes zu tun, als anzufangen eine Suzuki zu zerlegen. Und wenn ich doch wieder erwarten helfen könnte, hätte ich die benötigten Teile eh nicht. Dumm ist, dass er auf der Durchreise Richtung Frankreich ist und Montag auch noch überall geschlossen ist und der Wetterbericht eher schlecht meldet.


Aber jetzt erst mal Kaffee. Mein neuer Österreichischer Freund hat Verständnis, dass ich jetzt mit meinem Latein an Ende angelangt bin und trinkt einen Kaffee mit. Mittlerweile ist bereits 10 Uhr. Wir quatschen noch ein wenig und muss dann leider ohne Licht weiter fahren. Zwischenzeitlich hat es auch angefangen zu regnen...


Kalter Kaffe mag ich nicht so, also nochmal. Während der Kaffee durch läuft, suche ich schon mal alles Werkzeug zusammen, um das Topcase anzupassen. Ja, ich habe mich dazu entschlossen, dieses anzupassen, weil es da ist - Wer weiss wie lange das dauern würde bis der Ersatz da wäre? Und dann wäre es ja noch nicht mal sicher, ob der Ersatz dann auch passen würde. Und für zurück auf Feld 1 habe ich grad keine Lust. Also die vorderen Haken von der Box gelöst, Adapter von Motorrad gelöst, Box umgedreht und in der hinteren Halterung eingerastet, Haken setzte, anzeichnen, alles weg, Löcher Bohren, alles zusammenschrauben und abdichten, Adapter wieder ans Heck schrauben - Test...

(Es ist im übrigen nicht so, dass es nur so ein bisschen nicht rein ging - Die markierten Löcher sind die jetzt passen!)


Aus Scheisse mach Gold bin ich mich ja von meinem alten Job her gewohnt. Trotzdem hintersinne ich mich manchmal, ob in anderen Berufsgattungen der Begriff "Masse kontrollieren" jemand kennt? Kann mir gut vorstellen, das Touratech eine ganze Serie mit falsch gebohrten Topbox Halterungen für KTM Powerparts produziert hat. Dies soll aber nicht mehr meine Sorge sein. Auf jeden Fall habe ich meinen KTM Händler informiert, dass er darauf achten soll. Wenns passt ist super. Klick rein und fest. 10 Sekunden montiert. Genau so schnell wieder weg.


Da war doch noch ein Kaffee? Jetzt erst mal Kaffee. Mittlerweile natürlich kalt. Und eine rauchen. Aber erst räume ich das ganze Bohrzeugs weg - Ich will es nicht mehr sehen und noch weniger brauchen. Moment noch. Rackloops vergessen. Die brauche ich doch für die OS-Base. Also die bohr ich noch schnell.


Irgendwie habe ich es dann hinbekommen den Kaffee zu trinken und eine zu rauchen, nachdem ich die Teile für den Kofferträger bereit gelegt und das passende Werkzeug gefunden habe. Es werden ja keine normalen Schrauben mehr benutzt, nur noch dieses Torx (Murks) Zeugs. Kaffee wieder kalt! Ich gebs auf mit Kaffee und frage mich schon, was mich bei der Montage der Koffeträger erwartet?


Meine KTM 790R mit Koffeträger aus dem KTM Powerparts Katalog (Touratech), Kriega OS-Plattform, Kriega OS32 und OS22 Pannierbags und Enduristan Sandstorm 4H Tankrucksack

Die Kofferträger entpuppen sich als wahres Passwunder! So wie es sich gehört! Absolut spannungsfreie und einfache Montage. Bin ganz erstaunt, wie schnell das ging, als ich die Kofferträger nach 45 Minuten (Erstmontage) fertig verschraubt habe.


Mit den beiden Kriega OS Pannierbags , dem Kofferträger und den Plattfomen kommt die Breite gut gemessen auf unter einen Meter

Natürlich interessierten mich gleich die Masse. Also die OS Taschen ausstopfen so voll es geht. Maximale Breite hinten ist unter einem Meter. Die ausgeklappten Spiegel an den Handschützer von HDB kommen auf eine Breite von 1 Meter 6cm. Und es ist alles schön Mittig. Fantastisch - Wenn die Spiegel durch passen, passt der Rest auch!


Nächster Schritt: Die Crap Flap, zu Deutsch Scheisseklappe. Den Begriff habe ich aus einer Englischen 790er Gruppe auf Facebook und ist sehr treffend. KTM liefert die 790 mit einem riesigen Loch vorne am Motorschutzgehäuse aus. Das Loch sitzt genau da, wo der ganze Rotz, Modder und Steine etc. vom Vorderrad hingeschleudert werden. Geht irgendwie nicht für mich! Im www gibt es schon einige findige Bastler, die bereits Gitter in den verschiedensten Variationen und Designs produziert haben.


Ich hole das Teil und entsprechendes Werkzeug und wo ich die Kellertreppe hoch komme stehen zwei Herren im Laden. Sie waren am Bultaco Treffen an der Griesalp (Glaube ich hat er gesagt) und haben gesehen dass offen ist und dachten sie schauen mal rein. Ok."Eigentlich ist ja nicht offen, aber da ihr nun schon da seit - Kaffee?" Etwa eine halbe Stunde plauderten wir zusammen. Sie haben die Neue bestaunt, Klim F4 und Handschuhe anprobiert und lustige Sprüche gekloppft. Der ältere der beiden Herren entpuppte sich als Schweizermeister 1973 auf Bultaco...

Irgendwann zottelten die beiden dann von Dannen mit den Hosentaschen voller Visitenkarten von uns.


Die Crap Flap von Joel Moreira - Vit Garage - Portugal

Und so sieht sie aus, die Crapflap von Joel Moreira aus Portugal. Für den ich doch einiges an Überzeugungsarbeit leisten musste, dass er für mich auch noch so ein Teil macht und nicht nur für ihn und seine Freunde. Danke Joel, dass Du Dich hast weich klopfen lassen. Das Teil ist aus rostfreiem Stahl gelasert und passt perfekt auf die bereits vorhandenen Verschraubungsöffnungen am Unterfahrschutz von KTM. Und das beste; ich finde es sieht gut aus!


Die Rallyefussrasten hat bereits Moto Spezial angebaut. Danke sehr. Warum Rallyfussrasten? Die sind massiv breiter als die Standard Fussrasten. Was eine breitere Standfläche, bessere Kontrolle und ermüdungsfreies im Stehen fahren mit sich bringt. Für mich grossen Lulatsch also nur von Vorteil und was für den 17-fachen Dakar Sieger gut ist...


Original KTM Rallye Fussrasten.

Das letzte Anbauteil sind die Kriega Forkseal Covers. Diese sind für 29 Franken zu haben und ohne grossen Aufwand zu montieren, dank dem längs vernähten Velcro Strip. Ein Kabelbinder sichert die Forkseal Colver dann gegen verrutschen und Verlust.


Kriega Fork Seal Cover - Im Set bei uns erhältlich.

Was bringen Fork Seal Covers genau? Die Idee der Fork Seal Covers ist es, den gröbsten Schmutz und Staub von den Simmenringen und Gabeldichtungen fern zu halten und so deren Lebensdauer zu verlängern.


Fork Seal Cover gibt es in verschiedensten Ausführungen. Viele davon erfordern ein Ausbau des Vorderrades und der Gabel, um montiert werden zu können. Diese sind meistens so lang, dass sie den ganzen Federweg abdecken. Doch die langen bieten meiner Meinung nach, eher Nach- als Vorteile. Wenn etwas mit den Gabeldichtungen nicht in Ordnung ist, kann es lange dauern, bis man es merkt.


Nicht die von Kriega! Da sie kurz sind, wird bei einer undichten Gabel relativ schnell das auslaufende Öl sichtbar. Dank dem Velco können sie schnell entfernt werden, so dass nötigenfalls eine Reinigung der Gabeldichtungen nach schlammigen Fahrten eigentlich jederzeit möglich ist.


Selbstverständlich haben auch die Fork Seal Cover von Kriega einen Nachteil; wenn sie trocken laufen, kann es zu "Gabelharzen" kommen. Sprich, das Neopren Material bleibt wie auf der Gabel kleben. Also tut man gut daran, von Zeit zu Zeit mal einen Spritzer WD40 unter das Fork Seal Cover zu sprühen. Bei heissen und trockenen Klimabedingungen können sie spröde werden. Sonnenschutzcreme für die Pilotennase hilft auch den Fork Seal Cover länger gut auszusehen.


Das TFT Display der 790 Adventure R mit meinem neuen Garmin GPS MAP 276 CX

Zwischenzeitlich ist es schon wieder Nachmittag geworden. Das Wetter ist durchzogen und der Nachbar sitzt bei mir beim Kaffee, bestaunt das neue Bike. Doch langsam neigen sich meine gepanten Arbeiten zur Vorbereitung meines Motorrades dem Ende entgegen.


Ich lade die KTM MY RIDE App aus dem Appstore runter, stelle die Zündung auf dem Motorrad ein und folge den Anweisungen auf dem Bildschirm. Alles ist einfach zu finden und geht gut von statten. Schnell heisst es Telefon verbunden und scheint zu funktionieren. Die App auf dem Handy zeigt an, Motorrad verbunden! Ob es dann kurz- mittel- und langfristig zuverlässig funktioniert, wird sich noch zeigen. Ich habe mich für die Aufschaltung des MY RIDE entschieden, um nötigenfalls die Point to Point Navigation nutzen zu können und aber hauptsächlich die Steuerung der Musik in meinem Ohr über den Lenkerschalter.

Etwas schwieriger entpuppte sich die Kopplung des Sena Headsets. Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ich dieses auch über das Motorrad (was eigentlich Sinn macht) oder wie bisher über das Telefon hätte gekoppelt lassen sollen. Und was mache ich mit dem Sena meiner Frau? Auch über das Motorrad koppeln oder direkt wie bisher Sena-Sena? Den Punkt muss ich mir dann noch etwas genauer anschauen.


Als letztes stimme ich noch das Fehrwerk meiner 790 ab. Nächste Woche fahren wir an das International Sales Meeting von Klim nach Salzburg. Madame kommt mit. Also alles auf Maximallast.


Fertig! Ich schwinge mich zum allerersten Mal auf mein neues Motorrad und fahre kurz nach hause, zur Sitzprobe mit Frau MMD zusammen. Alles passt! Sie ist hell begeistert! "Wie früher" meint sie. Ziel erfüllt! Jetzt schnell zurück, denn um 16 Uhr habe ich einen Termin mit einem Kunden. Richtige Probefahrt muss warten...


Technische Daten gebe ich hier jetzt keine an. Es handelt sich bei meinem neuem Motorrad um eine KTM 790 Adventure R ab Stange.


Folgende Zubehörteile kommen zum Einsatz und wurden verbaut:

- Highwaydirtbikes Handschützer mit integrierten Klappspiegel - www.highwaydirtbikes.com

- Garmin GPS Map 276CX - www.shop.sysint.ch

- Lenkeraufnahme für Navigationsgeräte - www.ktm.com - Powerparts

- Kriega Forkseal Covers - www.mmd-adventures.ch - Kriega

- Gepäckträgerplatte 1190 Adventure R - www.moto-spezial.ch

- Topcase Adapter (Touratech) - www.ktm.com - Powerparts

- Alu Topcase (Touratech) - www-ktm.com - Powerparts

- Kofferträger (Touratech) - www.ktm.com - Powerparts

- Kriega OS Plattform Set - www.mmd-adventures.ch - Kriega

- Kriega OS32 Pannierbag - www.mmd-adventures.ch - Kriega

- Kriega OS22 Pannierbag - www.mmd-adventures.ch - Kriega

- Kriega OS Rackloops - www.mmd-adventures.ch - Kriega

- Rallyefussrasten - www.ktm.com - Powerparts

- Crapflap - Joel Moreira - Vit Garage - Portugal


Sämtliche Teile aus dem KTM Powerparts Katalog habe ich über meinen KTM Händler

www.moto-spezial.ch in Lyss bezogen.

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